- 1Password
- Bitwarden
- Enpass
- Apple Passwörter
- Secrets
- Strongbox
Die Zeiten, in denen man erklären musste, warum einige wenige einprägsame Passwörter zur Absicherung von Online-Konten nicht mehr genügen, sind ganz klar vorbei. Heute reicht es kaum noch aus, Passwörter zu erzeugen und zu speichern, die weder durch Erraten noch durch Brute-Force-Angriffe zu knacken sind – ohne sie dabei völlig unhandlich zu machen.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
Passwort-Manager müssen deshalb mehr leisten als nur das sichere und komfortable Abrufen langer, starker und einzigartiger Passwörter. Gefragt sind zuverlässige Werkzeuge mit zusätzlichen Schutzebenen, von Einmalcodes (sogenannten OTP, also „one time passwords“) bis hin zu passwortlosen Passkeys.
In diesem Vergleichstest haben wir Apples neue Passwörter-App mit einer Reihe von Alternativen verglichen, die unterschiedlich viele Zusatzfunktionen bieten, von der Art der speicherbaren Daten bis zur Bedienfreundlichkeit der Apps und ihrer korrespondierenden Browser-Erweiterungen. Auch die Sicherheit der Passwort-Tresore haben wir geprüft: Wie wird er synchronisiert, und lässt er sich so sperren, dass allein das Kennen des Master-Passworts keinen Zugriff gewährt? Hier sind unsere Ergebnisse – und ja, gratis muss nicht schlecht sein!
Wir haben die Kernfunktionen, Einrichtung, Nutzung und Verwaltung aller Passwort-Manager bewertet. Da Sicherheit zentral ist, haben wir auch kontrolliert, wie viel Kontrolle über den Tresor-Speicherort besteht und wie gut dieser vor potenziellen Angriffen geschützt ist.
Zudem haben wir geprüft, wie plattformübergreifend die Apps sind und ob sie Nutzende proaktiv auf schwache, mehrfach genutzte oder kompromittierte Passwörter hinweisen.
1. Tresore
Sensible Daten werden in einem Tresor gespeichert, auch in der digitalen Welt. Ist dieser durch mehr als ein einfaches Passwort geschützt? Wie ist er verschlüsselt, wo wird er gespeichert?
2. Passwörter
Heutige Online-Konten lassen sich auf viele verschiedene Arten absichern. Werden von den Apps auch Einmalcodes (OTP), Passkeys, Schlüsseldateien, USB-Stecker unterstützt?
3. Sicherer Speicher
Prüfe, ob der Passwort-Manager weitere sensible Daten speichern kann, etwa Kreditkartendaten, Adressen, Software-Lizenzschlüssel, Notizen und Dateianhänge.
4. Plattformübergreifende Nutzung
Stelle sicher, dass der Passwort-Manager überall verfügbar ist, wo du ihn brauchst: auf Mobilgeräten, in Webbrowsern und natürlich auch auf anderen Computern.
1Password
Lange galt 1Password als Maßstab für alle Mac-Passwort-Manager. Dann verlor das Tool an Boden, wegen mangelnder Flexibilität bei Speicherung und Tresor-Verschlüsselung und vor allem wegen des Preises: 1Password ist im Test mit Abstand am teuersten. Auch die Einrichtung ist aufwendig. Zugang zur App erhält man erst nach Anmeldung für die 14-tägige Testphase, Login im webbasierten Tresor und Notieren des wichtigen geheimen Schlüssels.
Einmal eingerichtet, präsentiert sich die App ansprechend, übersichtlich und leicht zu navigieren, ebenso wie die Browser-Erweiterung. Überzeugende Zusatzfunktionen kommen hinzu: Watchtower meldet proaktiv Sicherheitsprobleme, der Reisemodus kann ausgewählte Tresore für zusätzliche Sicherheit ausblenden. Praktisch ist auch die Funktion „Passkeys verfügbar“, die Konten mit erweiterter Sicherheitsoption klar kennzeichnet.
Preis: ab ca. 5,22 Euro/Monat
Web: 1password.com
+ leicht zu bedienen
+ Reisemodus
- Tresor-Speicher nicht frei wählbar
- die ganz klar teuerste App im Test
Note: 2,0
Bitwarden
Bitwarden punktete früher dank seiner kostenlosen Open-Source-Natur. Einige Funktionen, zum Beispiel der Authentifizierungs-Manager und Passwort-Audits, stecken mittlerweile hinter einer Bezahlschranke. Der Preis ist gestiegen, ist aber noch immer der günstigste im Test.
Die Einrichtung ist einfach. Egal ob per Web oder nach dem App-Download unterstützt ein Assistent beim Start. Die Kernfunktionen sind alle da; einige, wie der Passwort-Audit, erfordern einen Login im Web-Tresor. Die Oberfläche ist übersichtlich, Bitwarden läuft auf nahezu allen aktuellen Plattformen. Einen eigenen Sync-Anbieter lässt Bitwarden nicht wählen, bietet aber die Option, den Tresor in Europa zu speichern. Lokale Speicherung ist technisch über den Vaultwarden-Fork möglich, aber unterm Strich eben keine so elegante Lösung wie bei den Mitbewerbern Enpass und Strongbox.
Preis: kostenlos oder ca. 21,90 Euro/Jahr
Web: bitwarden.com
+ voller Funktionsumfang
+ einfache Einrichtung
+ günstiges Abo
- kein einfacher lokaler Speicher
Note: 2,4
Enpass
Enpass bietet in Sachen Funktionsumfang und Flexibilität fast alles, auch wenn die Oberfläche nicht ganz so ansprechend aussieht wie bei den Konkurrenten. Man lädt die App herunter und richtet einschließlich des kostenlosen Kontos alles darüber ein. Der kostenlose Lite-Tarif reicht aus, wenn man Enpass nur auf dem Mac nutzen will, wer die App auf zwei oder mehr Geräten verwenden möchte, zahlt per Abo oder aber Einmalzahlung.
Enpass‘ großes Plus ist die volle Kontrolle über den Speicherort der Tresore: auf dem Mac oder in der Cloud mit frei wählbarem Anbieter. Passwörter aus anderen Apps lassen sich umfassend importieren, und neben Anmeldedaten lässt sich eine breite Palette sensibler Informationen speichern. Ein Audit-Bereich zeigt Sicherheitslücken auf und listet Anmeldungen mit Passkey-Unterstützung auf. Alles in allem ist Enpass auf dem Mac und auch darüber hinaus eine starke Wahl.
Preis: kostenlos, 21,49 Euro/Jahr, Einmalkauf 104,99 Euro
Web: enpass.io
+ Tresor frei speicherbar
+ umfassend
+ kostenlos für ein Gerät
- keine Verschlüsselungssteuerung
Note: 1,3
Apple Passwörter

Warum für einen Passwort-Manager bezahlen, wenn Apples Passwörter-App die grundlegenden Bedürfnisse abdeckt? Die in macOS integrierte App bietet eine übersichtliche Oberfläche für das Verwalten von Anmeldedaten, mit Bereichen für Passkeys, Zwei-Faktor-Codes und gespeicherte WLAN-Netze. Du kannst Anmeldedaten sicher teilen, und ein Sicherheitsbereich weist auf Schwachstellen hin.
Passwörter ist auf Anmeldedaten beschränkt, für andere sensible Daten fehlt jenseits von Notizen der Platz. Die App ist eng ans Apple-Ökosystem gebunden: Zwar gibt es eine Windows-App für Chrome und Edge, doch sonst ist man auf Apple-Geräte festgelegt. Der iCloud-Speicher ist als Speicherort Pflicht. Obwohl die nahtlose Integration mit dem Apple-Konto einschließlich Kontowiederherstellung nützlich ist, lohnt sich ein Blick auf andere Apps, bevor man sich entscheidet.
Preis: kostenlos
Web: apple.com
+ Grundlagen abgedeckt
- naturgemäß sehr auf Apple-Plattformen zentriert
- keine weiterreichenden Funktionen
Note: 1,7
Secrets
Was kann Secrets bieten, das andere nicht haben? Auf den ersten Blick nicht viel, zumal Apples eigene Passwörter-App mittlerweile das Hauptverkaufsargument von Secrets unterbietet: nahtlose iCloud-Integration auf allen Geräten. Immerhin bietet Secrets einige Extras gegenüber Apples Lösung, etwa die Möglichkeit, Kreditkarten, Notizen und auch Dateianhänge zu speichern.
Secrets schlägt zwar Apple Passwörter, bleibt aber hinter anderen Mitbewerbern zurück. Der Tresor ist ein Beispiel dafür: Nur zwei Speicheroptionen (lokal oder iCloud) stehen zur Wahl, er ist lediglich durch ein einfaches Master-Passwort geschützt.
Secrets ist unkompliziert zu bedienen und präsentiert Passwörter in einer ansprechenden Oberfläche. Wer mit Apples Passwörter-App nicht auskommt, aber weiterhin eine Apple-ähnliche Lösung bevorzugt, könnte hier fündig werden. Andernorts aber gibt es für weniger Geld deutlich mehr an Funktionen.
Preis: ab 2,99 Euro/Monat
Web: secrets.app
+ tiefe Apple-Integration
+ ansprechende Oberfläche
- wenig Funktionen
- teuer für den gebotenen Umfang
Note: 2,7
Strongbox
Das Hauptargument für Strongbox ist die deutlich größere Kontrolle über den eigenen Passwort-Tresor. Datenbankformat, Verschlüsselungseinstellungen und Speicherort kannst du frei wählen, entweder lokal auf dem Mac oder in der Cloud, etwa über Strongbox‘ eigene Server oder Google, OneDrive bzw. Dropbox.
Die App ist kostenlos nutzbar, solange man sie auf den Mac beschränkt. Für die geräteübergreifende Nutzung oder die Autofill-Funktion im Browser ist die Pro-Version erforderlich. Strongbox erfasst umfangreiche Details zu jedem Login (einschließlich Kreditkarteninfos), und die Passwortbewertungen, die angeben, wie lange ein Brute-Force-Angriff zum Knacken bräuchte, sind ein nützliches Extra.
Schwächen zeigt die App in zwei Bereichen: die wenig intuitive Oberfläche und die noch rudimentäre Passkey-Unterstützung. Wer diese Nachteile in Kauf nehmen kann, profitiert von Strongboxs Ansatz.
Preis: kostenlos, 4,49 Euro/Monat
Web: strongboxsafe.com
+ flexible Tresore
+ deckt alle wichtigen Funktionen ab
- unintuitiv
- eingeschränkte Passkey-Unterstützung
Note: 2,7
Der Gewinner: Enpass

Die lokalen Synchronisierungsoptionen verschaffen Enpass den entscheidenden Vorteil.
Es gibt nicht die eine Lösung für die sichere Speicherung von Passwörtern. Alle sechs Kandidaten beherrschen die Grundlagen vorbildlich, einschließlich Passkey-Unterstützung. Wer nur ein Werkzeug zur Verwaltung seiner Logins sucht, ist mit Apples kostenloser Passwörter-App sehr gut bedient. Wer deren Bedienkomfort schätzt, aber auch sensible Zusatzinformationen ablegen möchte, könnte mit Secrets zufrieden sein – allerdings ist die App für das Gebotene zu teuer. Wer einen sichereren Tresor mit mehr Funktionen sucht, sollte sich anderswo umsehen. 1Password bietet zusätzliche Sicherheit, und der Reisemodus hebt das Programm von der Konkurrenz ab. Bitwarden erhält Zusatzpunkte für die vielfältigen Möglichkeiten, den Tresor abzusichern. Strongbox indes verdient eine lobende Erwähnung für die Unterstützung mehrerer Datenbanken und Verschlüsselungsformate. Letztendlich küren wir einen Sieger, der maximale Wahlfreiheit bei Speicherort und Synchronisierung bietet. Enpass gewinnt dank tollem Funktionsumfang, dem großzügigen Gratis-Tarif und dem wettbewerbsfähigen Preis.

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.
Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.
Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.












